Interview mit Ove Hagge Ellhöft

Es ist klasse, dass man hier gleich Verantwortung übertragen bekommt – die Leute trauen dir was zu!“

– Ove
Dualer Student der Energiewissenschaften

Erzähl uns, warum hast du dich für ein duales Studium der Energiewissenschaften bei BGx entschieden?
– Mir war Praxisbezug ganz wichtig. Ich habe erst spät in der Oberstufe gemerkt, dass ich Spaß an Technik habe und dass mir Theorie alleine jetzt vielleicht nicht unbedingt liegt, aber die Kombination aus Theorie und Praxis mich doch besonders reizt, weil ich dann einen Gesamtüberblick habe.

 

Und warum wolltest du zu BGx?
– Zu Beginn wollte ich einfach eine Ausbildung beziehungsweise ein duales Studium machen. Euch hatte ich allerdings gar nicht auf dem Schirm.

 

… und doch bist du hier!
– Ja, das war eigentlich ein witziger Zufall. Ich war mit einem Kumpel Segeln und am Hafen angekommen, haben wir unser Bier einfach nicht kalt bekommen. Das hat einer gesehen und hat uns schön zwei eisgekühlte Bier rüber geworfen. Das war echt richtig cool! Wir sind dann ins Schnacken gekommen und haben sogar abends zusammen gegrillt. Er hat dann gefragt, was wir vorhaben und ich meinte, dass ich gerne etwas Richtung Ingenieurwesen machen möchte und an eine Ausbildung dachte. Er meinte dann „Fang doch bei uns an!“

 

Und wer war der geheimnisvolle Bierspender?
– Es war Lars – unser Geschäftsführer von BGx!

 

Mensch, was für eine schicksalhafte Bier-..äh..Begegnung!
– Haha, ja. Ich hatte euch dann auf jeden Fall auf dem Schirm und hab mich dann hier beworben.

 

Und was machst du sonst in deiner Freizeit außer zu segeln und dir coole Jobs zu angeln?
– Früher war ich tatsächlich viel segeln, allerdings bin ich jetzt auf das Windsurfen umgestiegen. Ich habe mir auch einen alten Wohnwagen gekauft und fahre damit am Wochenende gerne mal weg zum Campen und Surfen.

 

Und was motiviert dich immer wieder zurück zu kommen?
– Ich find‘s echt cool hier bei BGx. Die Atmosphäre ist echt locker und ich kann zu jedem bei Problemen hingehen, da jede Bürotür offen ist. Man kennt zudem auch echt viele Kollegen und vor allem auch die Chefs.
Klasse ist auch, dass man auch gleich Verantwortung übertragen bekommt. Die Leute trauen dir was zu! Auch wenn man ein bisschen ins kalte Wasser geschmissen wird – das hat auch seine Vorteile. Ich war zum Beispiel erst zwei Wochen hier und dann ging‘s gleich zur Inbetriebnahme einer Anlage. Dann war ich erstmal zehn Wochen unterwegs. Das fand ich echt cool, weil ich gleich viel mitgenommen habe.

 

Zehn Wochen warst du also unterwegs… Aber erzähl uns, wie ist das duale Studium generell aufgebaut?
– Neben dem Studium der Energiewissenschaften machen wir ja auch die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik. Das erste Jahr ist deswegen komplett in der Lehrwerkstatt geplant. Bei mir war‘s ja ein wenig anders, weil ich die ersten 3-4 Monate auf Inbetriebnahme im Ausland unterwegs war. Es war wohl nicht wie geplant, aber für mich persönlich war es genau das Richtige, weil ich es live auf der Baustelle erlebt habe.
Anschließend war ich vier Wochen in der Produktion und habe dort die Grundlagen des Schaltschrankbaus bzw. des mechanischen Aufbaus gelernt.
Nach dem ersten Jahr ging auch das Studium los.
Während der Vorlesungszeit arbeite ich lediglich acht Stunden in der Woche im Büro, besuche die Vorlesungen und schreibe Prüfungen. In den Semesterferien arbeite ich dann Vollzeit hier und bin auch auf Montage unterwegs.

 

Und wie bereitest du dich auf die Prüfungen der Ausbildung vor?
– Wir haben keine Berufsschule aber die gleichen Materialien, die die Azubis auch haben. Ansonsten haben wir 4-6 Wochen vor der Prüfung entsprechende Vorbereitungen mit den anderen Azubis in der Lehrwerkstatt. Bei der Prüfung gibt es einen theoretischen und praktischen Teil. Im Praxisteil ist man dann relativ fit, da man auf Baustelle oder in der Produktion bereits verdrahten war. In der Theorie kommt man mit den Elektrotechnikgrundlagen aus dem Studium auch ziemlich weit. Und ja – den Rest muss man dann einfach lernen. Nach viereinhalb Jahren schreibt man seine Abschlussprüfung, im Anschluss die Bachelorarbeit und ist schlussendlich fertig.

 

Und wie kommst du mit dem Studium zurecht?
– Ich hätte es mir ehrlich gesagt echt schlimmer vorgestellt! Es ist schon teilweise so, dass es manchmal ziemlich stressig ist, aber an sich klappt es ziemlich gut. Außerdem habe ich hier immer jemanden, den ich fragen kann.
Die Ingenieure haben das ja auch alles durchgemacht!

 

Ja stimmt! Und hast du den erhofften Praxisbezug? Hilft dir die Arbeit beim Studium?
– Ja. Also der Praxisbezug hatte mir in den ersten Semestern noch nicht viel gebracht, weil dort einfach die Grundlagen vermittelt wurden und es viel Mathe- und Elektrotechnikgrundlagen waren.
Ab dem dritten Semester habe ich allerdings schon gemerkt, dass der Bezug vorhanden ist. Zum Beispiel haben wir jetzt in den Vorlesungen Automatisierungssysteme behandelt und das ist genau das, was wir hier auch machen.

 

Und welche Vorteile siehst du in dem dualen Studium?
– Zum einen, dass ich mir keine Gedanken zum Lebensunterhalt machen muss, weil ich von BGx die Ausbildungsvergütung bezahlt bekomme, und zum anderen, dass ich in den Semesterferien viele Erfahrungen sammeln kann.
Und ganz ehrlich – nach so einem Semester hab‘ ich meistens keinen Bock mehr auf das Studium. Dann ist es eine ganz nette Abwechslung wieder an Projekten zu arbeiten oder wieder auf Baustellen unterwegs zu sein – das ergänzt sich ganz gut!

 

Vielen Dank, lieber Ove, und weiterhin alles Gute für dich!