Interview mit Olaf Literski

detex von Bilfinger GREYLOGIX foodtec setzt neue Maßstäbe

Bilfinger GREYLOGIX foodtec hat mit detex ein CO-Detektionssystem für Sprühtrocknungsverfahren entwickelt, welches neue Maßstäbe im Bereich der Brandfrüherkennung und Sicherheit zur Glimmnesterkennung in Sprühtürmen setzt.

Inzwischen gibt es das Brandfrüherkennungssystem detex von Bilfinger GREYLOGIX foodtec seit drei Jahren und die Erfolgsgeschichte geht weiter. Das Team um Olaf Literski, der mehr als 17 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet mitbringt, freut sich, dass das System so positiv von den Kunden angenommen wurde: „Am Anfang hätten wir nicht gedacht, dass wir so schnell so erfolgreich sein können, aber es war eben Zeit, die alten Systeme weiterzuentwickeln, die Technik war lange stehengeblieben.“ (Olaf Literski).

Das stetig wachsende detex-Team freut sich auf erfolgreiche Jahre, um weiterhin Maßstäbe in Punkto Sicherheit zu setzen.

Die Deutsche Molkerei Zeitung im Gespräch mit Olaf Literski

dmz: Was sind die Besonderheiten an detex?
Literski: detex steht für Kohlenmonoxiddetektion aus dem Hause Bilfinger GREYLOGIX. Das besondere an der detex CO-Detektion ist ihr zweikanaliger Analysator, der dafür sorgt, dass die detex permanent die beiden Hauptluftströme vergleichen kann. Bis jetzt wurde diese Aufgabe beim Mitbewerb von einem einkanaligen Analysator durchgeführt, der keine Rückschlüsse auf Störeinflüsse zulässt.

dmz: Was ist die Methode hinter detex?
Literski: Die Auswertung der sehr kleinen Kohlenmonoxid-Konzentrationen, die im Trocknungsprozess entstehen können, geschieht mittels NDIR-Verfahren in der Messzelle vom Analysator. NDIR steht dabei für Nicht-Dispersive Infrarot-Absorption, was bedeutet, dass die Messzelle die CO-Konzentration im Messgas durch das Ausmaß der elektro-optischen Absorption einer spezifischen Wellenlänge (hier CO) darstellt.

dmz: Was sind die wichtigsten Komponenten von detex?
Literski: Der beständige Abluftfilter, die spezielle Messgasaufbereitung und das Auswertesystem mit dem Analysator bilden das Herzstück der detex CO-Detektion. Daneben haben sich der servicefreundliche Schaltschrankaufbau aus eigener Produktion und die hohe Verfügbarkeit des Systems in den letzten Jahren sehr bewährt.

dmz: Wie ist detex aufgebaut?
Literski: Der Aufbau befindet sich in einem Standard-Schaltschrank, welcher sich leicht in das vorhandene Schaltschrankkonzept beim Kunden integrieren lässt. Durch den servicefreundlichen Aufbau ist der Zugang nur über die Doppelfronttür notwendig. Im Schrank ist die Messgasaufbereitung von der Auswertung getrennt ausgeführt, sodass Mechanik und Elektronik voneinander getrennt arbeiten und keinen negativen Einfluss darstellen.

dmz: Wie wichtig ist die Einstellung der detex für eine sichere Funktion?
Literski: Alle Einstellungen sind produkt- und prozessabhängig und müssen daher auf jede Kundenanlage individuell angepasst werden. Durch Versuche in den 80er Jahren wurden Grenzwerte für Magermilchpulver ermittelt, die zum Teil noch heute als alleinige Grundlage zur Einstellung einer Brandfrüherkennung benutzt werden. Diese Grenzwerte sind längst nicht mehr aktuell und sollten nur durch fachlich qualifiziertes Personal mit langjähriger Erfahrung auf diesem Gebiet und in enger Absprache mit den Behörden festgelegt werden.

dmz: Was macht das Team Sicherheitstechnik aus?
Literski: Das Team ist ein wichtiger Bestandteil unserer täglichen Arbeit im Umgang mit dem Thema Sicherheit im Sprühtrocknungsverfahren. Jedes Mitglied stellt dem Team seine neusten Informationen zu diesem Thema zur Verfügung und sorgt dafür, dass alle weiterhin auf ihrem hohen Niveau arbeiten und weiter verbessern können. Dem Kunden steht mit unserem Team ein breites Spektrum an Wissen und Erfahrung zur Seite.

dmz: Inwiefern kann man sich hier auf Erfahrungswerte berufen?
Literski: Erfahrungswerte sind in diesem Bereich von sehr hoher Bedeutung. Nicht jeder Anbieter von zum Beispiel Brandfrüherkennungssystemen hat ausreichend Erfahrung mit den großen Unterschieden von produkt- und prozessbedingten Einflüssen. In meinem Fall kann ich auf eine mehr als 17-jährige Erfahrung mit der CO-Detektion und dem Sprühtrocknungsverfahren zurückgreifen. Diese Erfahrung wird sowohl vom Kunden wie auch von den Behörden sehr geschätzt und stellt die Bedeutung der engen Zusammenarbeit dar.

dmz: Zuletzt vielleicht noch, was zeichnet Bilfinger GREYLOGIX foodtec aus?
Literski: Was uns auszeichnet, ist unser typisch mittelständisches Denken mit hoher Kundenorientierung und natürlich auch die Kenntnis von Prozessen. Da Bilfinger GREYLOGIX in vielen Branchen tätig ist, können wir übergreifende Lösungen erstellen. Und wir sind darüber hinaus herstellerunabhängig. Außerdem bieten wir von der Beratung über die Technische Dokumentation und Industrial IT bis zum Anlagenbau und dem After Sales Service alles aus einer Hand. So können wir die oft komplexen Probleme unserer Kunden optimal lösen.

dmz: Herr Literski, herzlichen Dank für das Gespräch, wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Olaf Literski bei einer detex-Schulung für Mitarbeiter der Bilfinger GreyLogix GmbH