Nord Stream Ostsee-Pipeline – SCADA-Migration im laufenden Betrieb

 

Die Nord Stream AG betreibt zwei Gaspipelines von Russland und Deutschland durch die Ostsee. Die beiden ca. 1200 Kilometer langen Pipelines werden durch die Anlande-Stationen in Lubmin und Portovaja Bay (Vyborg, Russland) geschützt. Die Überwachung und der Betrieb der beiden Stationen werden aus der Zentrale in Zug (Schweiz) realisiert, wo auch die übergeordnete Steuerung und Datenerfassung (SCADA – Supervisory Control And Data Acquisition) stattfinden. Wie jedes technische System unterliegt auch dieses einem ständigen Lebens- und Wartungszyklus. Als besonders kritisch und herausfordernd galt die auf den aktuellen Release notwendige SCADA-Migration bei laufendem Betrieb, die erfolgreich durch die Bilfinger GreyLogix GmbH umgesetzt wurde.

Die Nord Stream AG als Betreiber der Anlage profitiert durch die Aktualisierung von Hard- und Software vor allem durch eine erhöhte Sicherheit der Anlage und ergänzende neue Funktionen in der Bedienung. Die Umstellung auf ein virtualisiertes System erhöht zudem die Flexibilität der Anlage. Auch Optimierungen im Softwaredesign brachten einen deutlichen Zugewinn von Strukturierung und Transparenz.

Durch das Know-how und die Prozesskenntnisse der Ingenieure der BU Öl & Gas von Bilfinger GreyLogix, konnten wir dem Kunden in der frühen Projektphase aufzeigen, in welchem Maße er von einer Aktualisierung seiner Anlage profitieren wird. Und nicht nur das: Da die Experten von Bilfinger GreyLogix die Arbeiten im laufenden Betrieb vornahmen, wurden die Ausfallzeiten durch Wartung und Arbeiten an der Anlage auf ein Minimum reduziert. Der Kunde konnte sich, auch während der Arbeiten, zu 100 % auf den Betrieb der Anlage konzentrieren.

Um dem Kunden auch im Nachgang zum Projekt den typischen „GreyLogix Service“ bieten zu können, wurden Servicestandorte in St. Petersburg und Lubmin gegründet. Dort stehen dem Kunden erfahrene Techniker und Ingenieure von Bilfinger GreyLogix zur Seite, um den fortlaufenden sicheren und wirtschaftlichen Anlagenbetrieb zu gewährleisten.
Da sich unsere Kunden immer stärker auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren müssen und Personal außerhalb dieses Bereichs nicht mehr vorhalten können, hat Bilfinger GreyLogix den Servicebereich entsprechend stark ausgebaut, um unsere Kunden hier optimal unterstützen zu können.

Bilfinger GreyLogix erhält Zuschlag für Prozessleit- und Überwachungstechnik der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2

 

Bilfinger GreyLogix baut Marktposition in der Automatisierungstechnik weiter aus.

Die Betreiber der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 setzen auf die Leit- und Sicherheitstechnik von Bilfinger GreyLogix. Der Industriedienstleister erhielt den Zuschlag für die Entwicklung, Lieferung und Inbetriebnahme der Prozessleit- und Sicherheitssysteme für den Betrieb der Pipeline.

GreyLogix, der Spezialist für Prozessleittechnik, ist auch in der Betriebsphase der Gas-Pipeline Nord Stream federführend beteiligt. Das Unternehmen hat sich insbesondere in der Öl- und Gasbranche in den vergangenen Jahren eine international führende Position erarbeitet. Tom Blades, CEO Bilfinger: „Der Auftrag umfasst ein breites Spektrum an Leistungen, bei denen wir über herausragende Kompetenzen verfügen: von Überwachungs-, Kontroll- und Steuerungssystemen über Sicherheitstechnologien bis hin zu Feuer- und Gas-Systemen. Wir bringen in dem Projekt auch unser Technologie-Know-how ein, das wir beim Betrieb der Nord Stream Pipeline aufgebaut haben. Der Auftrag ist ein Beleg für unsere Qualität und unseren Stellenwert als führender Anbieter für Prozessleittechnik.“

Für den Betrieb der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 übernimmt GreyLogix in den Anlandungsstationen an der russischen und an der deutschen Ostseeküste sowie im geplanten Kontrollzentrum der Pipeline im schweizerischen Zug die Betreuung der Prozessleit- und Sicherheitssysteme. Nord Stream 2 ist ein Infrastrukturprojekt zum Bau einer Erdgastransportleitung durch die Ostsee von der Region Sankt Petersburg bis zur deutschen Ostseeküste nach Lubmin. Die Pipeline wird eine Transportkapazität von 55 Mrd. m³ Erdgas pro Jahr haben. Damit können rund 26 Millionen Haushalte in Europa versorgt werden. Der Bau der insgesamt rund 1.200 Kilometer langen Ostsee-Pipeline ist für 2018/19 geplant. Sie soll nach Angaben des Betreibers Ende 2019 in Betrieb genommen werden.

Bilfinger GreyLogix foodtec sorgt für umfassende Sicherheit bei der Sprühtrocknung

 

Viele Produkte des täglichen Lebens werden mittels Sprühtrocknung hergestellt. Sie reichen von Milchpulver über löslichen Kaffee bis zu Impfstoffen. Der Herstellungsprozess ist dabei sehr komplex: Vereinfacht erklärt, werden eingedickte Produkte durch einen Zerstäuber oder eine Düse gedrückt und unter Zuhilfenahme von heißer Zuluft getrocknet. Das Ergebnis ist ein trockenes und zudem haltbares Pulver. Aufgrund hoher Temperaturen kann es allerdings während des Trocknungsprozesses zu Bränden bis hin zu Explosionen in der Anlage kommen. Da viele Anlagen bereits relativ alt sind, besteht hier ein erhöhtes Risiko.

Vor diesem Hintergrund sieht Bilfinger großes Geschäftspotenzial in diesem Bereich und hat innerhalb der Tochtergesellschaft GreyLogix foodtec nun eine eigene Abteilung mit 20 Mitarbeitern gegründet, die sich mit allen Sicherheitsaspekten diesbezüglich beschäftigt und zugleich technologische Entwicklungen voranbringt. „Sicherheit und Sicherheitstechnik haben einen immer höheren Stellenwert“, sagt Matthias Buch, Geschäftsführer Bilfinger GreyLogix foodtec. „Das haben wir erkannt und ein Gesamtpaket mit vielen einfachen und genialen Lösungen entwickelt. Zudem werden wir weiter in Neuentwicklungen investieren.“

Für eine sicherheitstechnische Aufrüstung ist nicht allein das Alter einer Anlage ausschlaggebend. Auch die gesetzlichen Sicherheitsanforderungen sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Hieraus ergibt sich für viele Bestandsanlagen zusätzlicher Modernisierungsbedarf. Bilfinger hat ein vollumfängliches Paket rund um die Sicherheit der Sprühtrocknungsanlage im Angebot – von der Analyse der Ausgangssituation über das mit Behörden abgestimmte Konzept zur Verbesserung der Sicherheit bis zur Montage der Komponenten. Im Anschluss stellt das Unternehmen bei Bedarf auch umfassende Service- und Wartungsleistungen bereit.

Das Sicherheitsteam von Bilfinger GreyLogix foodtec besteht aus Experten für Anlagenbau sowie Ingenieuren aus der Prozesstechnik. Das aus diesem Erfahrungsschatz resultierende Angebotspaket umfasst verschiedene Module, die wichtige Beiträge zur Erhöhung der Sicherheit in der Produktion leisten. Der Vorteil: Die einzelnen Komponenten sind nicht nur untereinander, sondern auch mit vielen Drittsystemen kompatibel. Zu den Unternehmen, die die innovativen Bilfinger-Sicherheitslösungen in der Milchverarbeitung nutzen, gehören unter anderem Uelzena, Rücker und das Deutsche Milchkontor.

Mitarbeiter der Abteilung Sicherheitstechnik der Bilfinger GreyLogix foodtec GmbH

Ein innovativer Baustein des Angebots ist das Kohlenmonoxid(CO)-Detektionssystem „detex“ für die Sprühtrocknung, das seit mittlerweile drei Jahren für eine sichere Produktion von Milchpulver sorgt. Es dient der Überwachung der Sprühtrockner auf Glimmnester, die im schlimmsten Fall zu einer Explosion führen können. Detex ist mit einem zwei-kanaligen Analysemodul ausgerüstet. Der Vorteil: Sowohl bei der Zuluft als auch bei der Abluft steht der absolute Messwert jederzeit zur Verfügung. So lassen sich Störeinflüsse auch außerhalb des Prozesses klar erkennen und unnötig herbeigeführte Produktionsstillstände minimieren.

Muss eine Anlage im Notfall sofort abgestellt und in einen nicht-kritischen Temperaturbereich gekühlt werden, kommt das Kühlsystem „vertex“ ins Spiel. Vertex vermeidet eine Überhitzung der Zuluft zur Trockenkammer auch netzspannungsunabhängig und kühlt diese kontrolliert herunter. Das Grundprinzip beruht auf der Verdunstungskühlung, die durch eine feine Zerstäubung von Wasser in den Zuluftkanal der Trockenkammer erreicht wird. Die so entzogene Energie der Heißluft reduziert deren Temperatur auf einen unkritischen Wert – ohne dabei dem vorhandenen Pulver in der Trocknung Schaden zuzufügen.

Trotz aller Vorsicht lassen sich Brände oder gar Explosionen nie vollkommen ausschließen. Um auch in solchen Fällen größtmöglichen Schutz zu gewährleisten, hat Bilfinger Explosionsschutzsysteme sowie maßgeschneiderte Feuerlöschanlagen im Angebot.

Auch bei Arbeiten in der Anlage selbst lässt sich die Sicherheit auf sehr effektive Weise erhöhen. Bilfinger bietet dafür ein innovatives Schlüsseltransfersystem für Wartungsöffnungen. Es stellt sicher, dass Öffnungen so lange verriegelt bleiben, bis keine Gefahr mehr besteht. Umgekehrt wird bei geöffneten Zugängen verhindert, dass gefährliche Betriebszustände eintreten können. Dazu befindet sich an jeder Wartungsöffnung eine Schließvorrichtung, die nur mit einem speziell für diese Vorrichtung gefertigten Schlüssel geöffnet werden kann. Im laufenden Betrieb befinden sich die Schlüssel in einem Schlüsselbord, das für jeden einzelnen Schlüssel einen elektronisch überwachten Steckplatz aufweist. Wird ein Schlüssel entnommen, wird die Anlage gegen unsichere Betriebszustände verriegelt und kontrolliert zum Abfahren gebracht.

Interne Schulung der Abteilung Sicherheitstechnik der Bilfinger GreyLogix foodtec GmbH

Interne Schulung der Abteilung Sicherheitstechnik der Bilfinger GreyLogix foodtec GmbH

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Science Slam trifft Talk-Runde: Berufsorientierung kommt auf die Bühne

 

Drei Wissenschaftler*innen mit humorvollen Vorträgen und im Gespräch über ihre Arbeit

Unter dem Motto „Wie wird man eigentlich Forscher?“ veranstaltet die Phänomenta am 8.9.17 in der Aula der Goethe-Schule eine besondere Variante des etablierten Science Slams. Drei Wissenschaftler kommen auf die Bühne des Flensburger Gymnasiums: Sebastian Huncke, Wissenschaftler aus den Fachrichtungen Philosophie und Geschichte sowie TV-Moderator und Buchautor; Helga Hofmann-Sieber – Biologin mit Doktortitel, die an der Erforschung von HIV arbeitet und die der Frage „Helfen Scheren beim Kampf gegen HIV?“ humorvoll auf den Grund geht; und André Lampe, Physiker mit Promotion in Biochemie, der sich auch schon als Physiklehrer betätigt und heute seine Berufung als Moderator und Wissenschaftskommunikator gefunden hat. In etwa zehnminütigen spritzigen Vorträgen präsentieren sie ihre Forschungsfelder. Im Anschluss an die Slam-Vorträge fühlen sich die drei auf spannend-lustige Art gegenseitig auf den Zahn und nehmen ihren Werdegang unter die Lupe. Geführt von André Lampe, der die Veranstaltung moderiert und dessen Slam-Vortrag sich um die Geschichte des Hodenknackerfisches dreht, werden Schlüsselerlebnisse der Schulzeit, Highlights aus dem Studium, Fortschritte und Rückschläge, motivierende Erlebnisse, Scheidewege und die aktuelle Realität aufgezeigt.

Dank der finanziellen Unterstützung von Bilfinger GreyLogix ist der Eintritt kostenfrei. „Wir finden die Idee, einer Veranstaltung, die unter anderem der Berufsorientierung dient, einen ungezwungenen, unterhaltsamen Rahmen zu geben, sehr spannend und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Science Slams überaus unterhaltsam sind,“ erläutert Nils Messner (Marketingleiter Bilfinger GreyLogix) das Engagement des Flensburger Hightech-Unternehmens. Der Unterhaltungswert ist leicht nachzuvollziehen, wenn man sich beispielsweise einen Vortrag über die Erforschung von Tier-Prozessen im Mittelalter vorstellt, bei der Tiere unter anderem der Sodomie oder des Mordes angeklagt wurden. „Und wir halten es für wichtig, zu zeigen, dass es nach dem Studium viele Wege für ein erfüllendes und erfolgreiches Berufsleben gibt,“ fügt Messner hinzu. Auch Lars Malter, Mitbegründer von GreyLogix, wird in die Goethe-Schule kommen, um über seinen Weg, der vom Ingenieurstudium direkt in die Gründung der eigenen Firma führte, zu berichten.

Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an interessierte Eltern und alle Fans von Science Slams sondern besonders auch an Schülerinnen und Schüler von Oberstufen. Denn was nach der Schulzeit kommt, ist für viele eine nicht ganz einfache Entscheidung. Nach dem Abitur locken eine Fülle von Studiengängen. Ob Geistes-, Natur-, Medien- oder Wirtschaftswissenschaften – um nur einige zu nennen – ist oft nicht nur eine Frage von Neigung und Interesse sondern auch von Jobmöglichkeiten und Karriereoptionen nach dem Studium.

An Gemeinschaftsschulen ist ein umfassendes, praxisorientiertes Programm zur Heranführung an die Berufswahl etabliert. Derzeit bauen auch einige Gymnasien zunehmend ihre praxisnahen Berufsinformationsangebote aus. „Wir freuen uns sehr auf die Veranstaltung zu Beginn des neuen Schuljahres. Sie ist eine wirklich tolle Ergänzung zu unseren Projekten, mit denen wir unsere Schülerinnen und Schüler bei der Wahl ihrer beruflichen Ausrichtung unterstützen möchten,“ kommentiert Arnd Reincke, Leiter der Goethe-Schule, die bevorstehenden Darbietungen.

„Wir sind überzeugt von diesem neuen Format und hoffen, die Veranstaltung im nächsten Jahr wieder anbieten zu können. Andere Schulen, mit denen wir wie mit der Goethe-Schule eng zusammen arbeiten, haben bereits ihr Interesse signalisiert,“ zeigt sich Achim Englert (Geschäftsführer Phänomenta) optimistisch.

Weitere Informationen und ein Video zum Science Slam finden Sie auf der Webseite der Phänomenta.

Lünendonk-Liste 2017: Bilfinger erneut Top-Industriedienstleister in Deutschland

 

Bilfinger ist für Unternehmen in Deutschland mit Abstand erste Wahl in Sachen Industriedienstleistungen. Bereits zum neunten Mal in Folge belegte der Seriensieger Platz eins im Industrieservice-Bereich. Das ist das Ergebnis der renommierten Lünendonk-Liste 2017, die die Lünendonk & Hossenfelder GmbH jährlich erstellt. Mit einem Inlandsumsatz von mehr als einer Milliarde Euro im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Konzern rund ein Viertel mehr als der Zweitplatzierte.

Tom Blades, CEO von Bilfinger: „Ich freue mich, dass wir nahezu ein Jahrzehnt ununterbrochen die Rangliste anführen. Wir steigern die Effizienz von Anlagen und senken gleichzeitig die Kosten der Instandhaltung – das wissen unsere Kunden zu schätzen. Gerade im Bereich der Digitalisierung setzen wir mit Predictive Maintenance in unserer Branche Maßstäbe.

Durch die fortschreitende Digitalisierung erfährt die Entwicklung hin zu Predictive Maintenance einen enormen Schub. Mit Standards auf hohem Niveau und Best Practices kann Bilfinger im Geschäftsfeld Maintenance, Modifications & Operations (MMO) seinen Kunden modernste Instandhaltung anbieten.

Ein Beispiel für Predictive Maintenance ist das Pilotprojekt von Bilfinger mit Münzing Chemie. Bilfinger erfasst dabei die technischen Informationen zu einer bestehenden Pulveranlage digital. Gleiches gilt für zwei chemische Reaktoren. Über die neue digitale MMO-Plattform von Bilfinger werden zudem Instandhaltungs- und Produktionsdaten zusammengeführt und umfassend ausgewertet.

Details der Anlage sind mit nur wenigen Klicks über die integrierte Bilfinger-MMO-Plattform abrufbar. Zusätzlich werden alle Engineering-, Maintenance-, Produktions-, Umwelt- und Energiedaten, die während des Anlagen-Lifecycles anfallen, in der Plattform systematisch zusammengeführt und analysiert. Ziel ist es, aus dem so entstehenden Datenportfolio neue Potenziale für die Steigerung der Anlageneffizienz und -verfügbarkeit zu erschließen.

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