Science Slam trifft Talk-Runde: Berufsorientierung kommt auf die Bühne

Science Slam trifft Talk-Runde: Berufsorientierung kommt auf die Bühne

Drei Wissenschaftler*innen mit humorvollen Vorträgen und im Gespräch über ihre Arbeit

Unter dem Motto „Wie wird man eigentlich Forscher?“ veranstaltet die Phänomenta am 8.9.17 in der Aula der Goethe-Schule eine besondere Variante des etablierten Science Slams. Drei Wissenschaftler kommen auf die Bühne des Flensburger Gymnasiums: Sebastian Huncke, Wissenschaftler aus den Fachrichtungen Philosophie und Geschichte sowie TV-Moderator und Buchautor; Helga Hofmann-Sieber – Biologin mit Doktortitel, die an der Erforschung von HIV arbeitet und die der Frage „Helfen Scheren beim Kampf gegen HIV?“ humorvoll auf den Grund geht; und André Lampe, Physiker mit Promotion in Biochemie, der sich auch schon als Physiklehrer betätigt und heute seine Berufung als Moderator und Wissenschaftskommunikator gefunden hat. In etwa zehnminütigen spritzigen Vorträgen präsentieren sie ihre Forschungsfelder. Im Anschluss an die Slam-Vorträge fühlen sich die drei auf spannend-lustige Art gegenseitig auf den Zahn und nehmen ihren Werdegang unter die Lupe. Geführt von André Lampe, der die Veranstaltung moderiert und dessen Slam-Vortrag sich um die Geschichte des Hodenknackerfisches dreht, werden Schlüsselerlebnisse der Schulzeit, Highlights aus dem Studium, Fortschritte und Rückschläge, motivierende Erlebnisse, Scheidewege und die aktuelle Realität aufgezeigt.

Dank der finanziellen Unterstützung von Bilfinger GreyLogix ist der Eintritt kostenfrei. „Wir finden die Idee, einer Veranstaltung, die unter anderem der Berufsorientierung dient, einen ungezwungenen, unterhaltsamen Rahmen zu geben, sehr spannend und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Science Slams überaus unterhaltsam sind,“ erläutert Nils Messner (Marketingleiter Bilfinger GreyLogix) das Engagement des Flensburger Hightech-Unternehmens. Der Unterhaltungswert ist leicht nachzuvollziehen, wenn man sich beispielsweise einen Vortrag über die Erforschung von Tier-Prozessen im Mittelalter vorstellt, bei der Tiere unter anderem der Sodomie oder des Mordes angeklagt wurden. „Und wir halten es für wichtig, zu zeigen, dass es nach dem Studium viele Wege für ein erfüllendes und erfolgreiches Berufsleben gibt,“ fügt Messner hinzu. Auch Lars Malter, Mitbegründer von GreyLogix, wird in die Goethe-Schule kommen, um über seinen Weg, der vom Ingenieurstudium direkt in die Gründung der eigenen Firma führte, zu berichten.

Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an interessierte Eltern und alle Fans von Science Slams sondern besonders auch an Schülerinnen und Schüler von Oberstufen. Denn was nach der Schulzeit kommt, ist für viele eine nicht ganz einfache Entscheidung. Nach dem Abitur locken eine Fülle von Studiengängen. Ob Geistes-, Natur-, Medien- oder Wirtschaftswissenschaften – um nur einige zu nennen – ist oft nicht nur eine Frage von Neigung und Interesse sondern auch von Jobmöglichkeiten und Karriereoptionen nach dem Studium.

An Gemeinschaftsschulen ist ein umfassendes, praxisorientiertes Programm zur Heranführung an die Berufswahl etabliert. Derzeit bauen auch einige Gymnasien zunehmend ihre praxisnahen Berufsinformationsangebote aus. „Wir freuen uns sehr auf die Veranstaltung zu Beginn des neuen Schuljahres. Sie ist eine wirklich tolle Ergänzung zu unseren Projekten, mit denen wir unsere Schülerinnen und Schüler bei der Wahl ihrer beruflichen Ausrichtung unterstützen möchten,“ kommentiert Arnd Reincke, Leiter der Goethe-Schule, die bevorstehenden Darbietungen.

„Wir sind überzeugt von diesem neuen Format und hoffen, die Veranstaltung im nächsten Jahr wieder anbieten zu können. Andere Schulen, mit denen wir wie mit der Goethe-Schule eng zusammen arbeiten, haben bereits ihr Interesse signalisiert,“ zeigt sich Achim Englert (Geschäftsführer Phänomenta) optimistisch.

Weitere Informationen und ein Video zum Science Slam finden Sie auf der Webseite der Phänomenta.