Für mehr Cyber-Sicherheit: Bilfinger GreyLogix und Nozomi Networks gehen Partnerschaft ein.

 
  • Durch umfassende Visualisierungen OT & IoT Sicherheit ermöglichen
  • Durch überwachte Vernetzung die Effizienz des Datenmanagements erhöhen
  • Robuste und industrieerprobte Hightech Innovation

Nozomi Networks Inc., der Marktführer in OT- und IoT-Sicherheit und Bilfinger Greylogix GmbH, ein führender europäischer Automatisierer und Industrial IT/OT Systemintegrator verkünden mit Stolz ihre Partnerschaft, um die Nozomi Networks Monitoring und Intrusion Detection System Technologie (IDS) reibungslos in die Systeme der Kunden von Bilfinger GreyLogix zu integrieren.

Bilfinger GreyLogix hat als Systemintegrator von Betriebstechnik (OT, operating technology) über 20 Jahre Expertise im Bereich der Implementierung von Betriebsnetzwerken bei vielen Big Playern in verschiedensten Industrien sammeln können. Dank dieser Praxiserfahrungen gepaart mit der von uns immer gesuchten Nähe zum Kunden, haben wir die optimalen Voraussetzungen zur erfolgreichen Implementierung der fortschrittlichen Technologien von Nozomi Networks.

Der anerkannte OT- und IoT-Sicherheitsmarktführer Nozomi Networks ist für seine Produkte bekannt, die für herausragend transparente Betriebsabläufe stehen und umfassende fortschrittliche OT- und IoT-Gefährdungserkennung bieten. Die Lösungen von Nozomi Networks unterstützen über 43 Millionen Geräte in Tausenden Einrichtungen in den Bereichen Öl & Gas, Energie, Fertigung, Bergbau, Transport, Versorgung, Gebäudeautomatisierung, Smart Citys sowie kritische Infrastrukturen. Die Produkte von Nozomi Networks können On-Site oder in der Cloud eingesetzt werden und decken IT, OT und IoT ab, um die komplexe Arbeit der Inventarisierung, Visualisierung und des Monitorings von Steuerungsnetzen in der Industrie zu automatisieren. Die Anwendungsfälle gehen dabei über Cybersecurity hinaus und decken auch Störungsbehebung, Anlagenverwaltung und Predictive Maintenance ab.

Gemeinsam helfen wir dabei, unsere Kunden besser gegen Cybersecurity-Angriffe zu schützen und sie auf die Zukunft vorzubereiten. Um effizient und marktfähig zu bleiben, ist es notwenig, seine Anlagen mehr und mehr untereinander und auch aus der Anlage hinaus zu vernetzen.

“Wir haben in den letzten Jahren viele Anfragen unserer Kunden erhalten, die wissen wollten, wie sie die neueste OT-Security-Technologie in ihre Infrastruktur einbinden können. Nach tiefgehender Marktanalyse haben wir die innovative Technologie von Nozomi Networks als Vorreiter in ihrem Feld erkannt und für uns gewählt. Sie bietet ein breites Potential für die Integration und eine offene Architektur, durch die wir explizit auf individuelle Kundenwünsche eingehen können. “ Kristof Van Wauwe, Business Developer Bilfinger GreyLogix

Während Industrieorganisationen in ganz Europa sich digitalisieren, wurde das Thema Cybersecurity ihrer Betriebsnetze zur Priorität„, so Marcus Josefsson, Vice President of Sales for EMEA von Nozomi Networks. „Wir freuen uns darüber, gemeinsam mit Bilfinger GreyLogix arbeiten zu können, um den Kunden effektive Lösungen für OT- und IoT-Sichtbarkeit und -Sicherheit durch einen hoch-respektierten Partner liefern zu können.

Die Digitalisierung und weitere Vernetzung erlaubt Kunden, ihre Anlagen effizienter zu betreiben und die Lebenszyklus-Kosten zu reduzieren. Künstliche Intelligenz, Remote-Verbindungen, Smart Devices und Big Data sind vielversprechende Technologien, die jedoch eine starke Vernetzung verlangen. Und diese ist ein digitales Einfallstor für neue Risiken.

Die jüngsten Angriffe haben gezeigt, dass die Sichtbarkeit im Netzwerk, Echtzeit-Prüfung auf Auffälligkeiten und Schwachstellen und ein Wiederherstellungsplan im Falle eines Falles immer wichtiger geworden sind, um die Betriebssicherheit zu garantieren und negative Folgen für das Geschäft zu minimieren. Dieses sicherheitsgerichtete Vorgehen ist in den regulären IT-Netzwerken vieler Unternehmen bereits in den gesunden Menschenverstand übergegangen. Im OT-Bereich jedoch ist die Situation aber anders: wir haben erkannt, dass spezielle Tools und ein tiefgreifendes Wissen in der Automatisierung nötig sind, um die Grenzen des Systems und mögliche Stolpersteine erkennen zu können. Es ist sehr CAPEX-intensiv, während der Produktion Hardware zu ersetzen oder Software zu aktualisieren; Ausfallzeiten sind kostspielig oder gar unmöglich.

Daher ist es unabdingbar, den richtigen Partner für die Umsetzung an seiner Seite zu haben, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Voraussetzungen müssen definiert, Netzwerke konfiguriert, Sensoren platziert, Kabel angebunden, Berichte und Feedback strukturiert organisiert werden. Die Alarme müssen analysiert und in praktikable Empfehlungen übersetzt werden, damit die Feldtechniker sie umsetzen können und ihr System so besser geschützt und einfacher zu bedienen wird.

Aus diesem Grund hat Bilfinger GreyLogix Nozomi Networks als vertrauenswürdigen Partner in der OT- und IoT-Sicherheit gewählt.  Mit ihren hochmodernen Technologien können die Kunden von GreyLogix ihre OT-Netzwerksichtbarkeit verbessern, fortschrittliche Monitoring-Funktionen mit verständlichem Reporting und Integrationspotential nutzen und von hoher Skalierbarkeit profitieren.

Über Nozomi Networks

Nozomi Networks beschleunigt den digitalen Wandel, indem sie die kritischen Infrastrukturen sowie Industrien und Regierungseinrichtungen vor Cyber-Bedrohungen schützen. Die Lösung von Nozomi bietet außergewöhnliche Netzwerk- und Asset-Sichtbarkeit, Bedrohungserkennung sowie Einsicht in die OT- und IoT-Umgebungen. Kunden verlassen sich auf Nozomi, um Risiken und Komplexitäten zu minimieren und gleichzeitig die Betriebssicherheit zu maximieren.

Über Bilfinger GreyLogix

Bilfinger GreyLogix ist ein in Flensburg ansässiger Systemintegrator und unterstützen seine Kunden während der gesamten Lebenszeit ihrer integrierten Steuerungs- und Sicherheitssysteme, OT-Netzwerke und SCADA- oder MER-Infrastruktur. Mit über 20 Standorten in Europa ist Bilfinger GreyLogix immer nah an seinen Kunden, die sich aus verschiedensten Industrien zusammenstellen: Öl und Gas, (Petro-) Chemie, Life Science und Energie.

 

Bitte senden Sie Ihre Fragen oder Anfragen gerne an Sales.greylogix@Bilfinger.com

Software Qubicon® von Bilfinger meistert industriellen Praxistest: Erweiterte Prozessregelung in der Biotechnologie

 
  • Erster industrieller Betatest von Qubicon® erfolgreich abgeschlossen
  • „Quality-by-Control“-Ansatz: Flexible Prozessüberwachung und -regelung in Echtzeit sichern die Produktqualität
  • Zentrale Verarbeitung aller Labordaten erhöht Effizienz und Datenintegrität

Die Software Qubicon® von Bilfinger zur verbesserten Prozessüberwachung und -regelung in der pharmazeutischen Produktion hat den ersten industriellen Betatest bestanden. Der Test wurde vom Biotechnologieunternehmen Ichnos Sciences SA in der Schweiz durchgeführt. Die Software hatte zuvor umfangreiche Alpha- und Beta-Testphasen in akademischen Einrichtungen erfolgreich absolviert. Der industrielle Betatest bei Ichnos Sciences wurde nun durchgeführt, um die Verwendbarkeit von Qubicon® unter realen Produktions- und Aufreinigungsbedingungen zu bestätigen.

Automatisch und in Echtzeit sammelt und verarbeitet die Software Qubicon® alle Daten der angebundenen Prozessgeräte wie etwa von Bioreaktoren und Analysegeräten. Die Software ersetzt eine zeitaufwendige und fehleranfällige manuelle Datenerfassung und -bearbeitung. Als erweitertes Prozessüberwachungssystem liefert sie zudem kontinuierlich Informationen über den aktuellen Stand des Produktionsprozesses. Sie vergleicht „Live“-Daten mit Referenzläufen (z. B. „Golden Batch“) oder Normalverteilungen und berechnet Soft-Sensoren und kritische Qualitätsattribute (CQAs) in Echtzeit. Dies ermöglicht es den Anwendern, etwaige Qualitätsmängel der Produkte während des Produktionsprozesses zu erkennen und daraufhin geeignete Kontrollstrategien einzuleiten. Im Gegensatz zum „Quality-by-Testing“-Ansatz, bei dem eine unzureichende Produktqualität in der Regel erst nach dem Produktionsprozess und umfangreichen Tests erkannt wird, setzt Qubicon® auf „Quality-by-Control“.

Gerald Berghammer, Leiter Forschung & Entwicklung bei Bilfinger Industrietechnik Salzburg: „Im Betatest durch Ichnos haben wir die letzten Optimierungen an Qubicon® für den industriellen Einsatz vorgenommen. Qubicon® wird es unseren Kunden ermöglichen, die Effektivität ihrer Prozessentwicklung erheblich zu verbessern. Zusätzlich kann zukünftig durch den Einsatz geeigneter mathematischer Modelle in Qubicon® die Produktqualität schon während des Herstellungsprozesses sichergestellt werden.“

Der Schwerpunkt des industriellen Betatests lag auf der Integration, der Verarbeitung und dem Management aller Daten, die in den Upstream- (Zellkulturproduktion) und Downstream- (Aufreinigung) Labortätigkeiten bei Ichnos generiert werden. Der Aufbau einer zentralen Datenbank wird es ermöglichen, bisher unbekannte Prozesskorrelationen zu identifizieren und damit das Verständnis der gesamten Prozesskette zu vertiefen. Mit diesen Daten werden industrielle Anwender der Software in der Lage sein, die Echtzeit-Überwachung zu verbessen und die erweiterte Prozessregelung zu vereinfachen.

Vor der Entwicklung von Qubicon® gab es eine Marktlücke für automatisierte Lösungen, die Daten aus der Upstream- und Downstream-Prozessentwicklung nahtlos integrieren. Ichnos arbeitete mit Bilfinger zusammen, um die Software zu evaluieren, und lieferte Input für die weitere Produktentwicklung.

Bilfinger Industrietechnik Salzburg entwickelt die Software Qubicon® seit vier Jahren. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojektes lieferte die Universität für Bodenkultur in Wien, Österreich, die wissenschaftlichen Grundlagen. Mit dem „Quality-by-Control“-Ansatz geht Bilfinger über die viel diskutierten Konzepte von „Quality-by-Design“ (QbD) und PAT hinaus. Qubicon® überwacht kritische Qualitätsmerkmale und Prozesszustände in Echtzeit und ermöglicht verbesserte Regelungsstrategien.

Bilfinger Industrietechnik Salzburg plant, fertigt und errichtet Rohrleitungen, Anlagen und Systeme für die Biotech- und Pharmabranche. Das Leistungsspektrum umfasst den gesamten Lebenszyklus einer Anlage – von der Idee über die Montage und Inbetriebnahme bis zur Wartung. Mit fortschrittlichen Produkten wie Qubicon® erweitert Bilfinger Industrietechnik Salzburg ihr Leistungsspektrum in Richtung intelligenter Bioprozesstechnik von morgen.

Bilfinger baut Anlagen für die Produktion von Corona-Impfstoff um

 
  • Lieferung und Montage von Anlagen, Armaturen und Rohrleitungen
  • Schnelle Bereitstellung von Anlagenteilen und Fachpersonal gewährleistet termingerechte Projektausführung

Bilfinger hat einen namhaften Kunden aus der Pharmaindustrie beim Umbau von Anlagen für die industrielle Produktion eines Impfstoffes gegen das Corona-Virus unterstützt. In Rekordzeit und unter hohem Zeitdruck lieferte und montierte das Bilfinger-Team Anlagen, Armaturen und Rohrleitungen zur Umrüstung des Werks. Zuvor waren die Anlagen für die Herstellung anderer Produkte für die Biotech-Industrie verwendet worden.

„Wir sind stolz darauf, mit diesem Projekt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie beizutragen“, sagt Lars Malter, CEO bei der Bilfinger Industrietechnik Salzburg GmbH. „Als langjähriger Partner der Pharma-Industrie verfügen wir über ein erfahrenes Team und ein belastbares Netzwerk an Lieferanten. So konnten wir sehr kurzfristig die benötigten Anlagenteile bereitstellen und montieren – denn Zeit ist bei der Impfstoffproduktion der entscheidende Faktor.“

Das Team der österreichischen Tochtergesellschaft Bilfinger Industrietechnik Salzburg lieferte und montierte Anlagen, Armaturen und Rohrleitungen. Durch die Leitungen werden verschiedene Medien fließen, die für die Impfstoffproduktion benötigt werden. Den Auftrag erhielt Bilfinger sehr kurzfristig und führte die Arbeiten innerhalb von nur wenigen Monaten aus.

Lars Malter: „Die größte Herausforderung für uns war, die benötigten Teile schnell einzukaufen, an Ort und Stelle zu bringen und zu montieren. Aufgrund des großen Zeitdrucks wird auf der Baustelle gleichzeitig geplant und gebaut – eine besondere Situation auch für uns als Dienstleister für das Projekt.“

Corona-Schutzimpfstoffe leisten einen entscheidenden Beitrag in der Bekämpfung der Covid-19-Pandemie (Quelle: WHO). Um die Pandemie einzudämmen und Menschen individuell vor dem Virus zu schützen, müssen nun in kurzer Zeit Milliarden Impfdosen hergestellt und verabreicht werden. Normalerweise dauert die Entwicklung eines Impfstoffs mehrere Jahre – Zeit, die in der Covid-19-Pandemie unzählige Menschenleben kosten würde. Verschiedene Hersteller auf der ganzen Welt haben daher in absoluter Rekordzeit erfolgreich Impfstoffe gegen das Coronavirus entwickelt.

Die Bilfinger Industrietechnik Salzburg plant, fertigt und errichtet Rohrleitungen, Anlagen und Systeme für den Biotech- und Pharma-Bereich in verschiedenen Ländern auf der ganzen Welt. Das Leistungsspektrum deckt den gesamten Lebenszyklus einer Anlage ab – von der Idee über die Installation und Inbetriebnahme bis hin zur Wartung. Mit zukunftsweisenden Produkten wie der Software für die erweiterte Prozessüberwachung und -steuerung Qubicon® ist die Bilfinger Industrietechnik Salzburg ein Partner für die intelligente Bioprozesstechnik von morgen.

Innovatives Recycling – Bilfinger und Umincorp unterzeichnen Absichtserklärung für Plastik-Recyclinganlagen

 
  • Kooperation zur Errichtung mehrerer Anlagen für effizienteres Recycling von Kunststoffen
  • Bilfinger soll Engineering, Procurement und Construction übernehmen
  • Innovativer Recyclingprozess mit 40 % höherer Rückgewinnungsrate von Kunststoffen

Der Industriedienstleister Bilfinger und die Recycling Tech-Firma Umincorp  haben eine Absichtserklärung für eine langfristige EPC-Partnerschaft unterzeichnet (Engineering, Procurement and Construction/Engineering, Beschaffung und Konstruktion). Das Ziel ist das gemeinsame Errichten mehrerer Plastik-Recyclinganlagen, die auf Umincorps neuer, einzigartiger und patentierter Magnetic Density Separation (MDS) Technologie basieren. Der MDS-Recyclingprozess von Umincorp hat eine 40 % höhere Rückgewinnung von Kunststoffen und eine 10 % höhere Ausgangs-Qualität als aktuell im Einsatz befindliche Recyclingprozesse. Nach erfolgreicher Inbetriebnahme der ersten MDS-Recyclinganlage im Industriemaßstab in Amsterdam wird Bilfinger nun Umincorp in der Standardisierung ihres Anlagenkonzepts für die internationale Expansion unterstützen.

„Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Umincorp, um bei der Reduktion von Plastikabfällen und besserem Recycling mitzuwirken“, sagt Wim van den Brink, CEO von Bilfinger Tebodin. „Mit unserer Expertise kann Umincorp schnell die Konstruktion ihrer Recyclinganlagen weltweit hochskalieren.“

Die niederländische Tochter Bilfinger Tebodin wird das Engineering, Procurement und Construction für die Umsetzung der MDS-Anlagen (MDS = Magnetic Density Separation) übernehmen. Die deutsche Tochter Bilfinger Greylogix wird sie mit ihrer Erfahrung in der Anlagenautomatisierung, Prozesssteuerung und Implementierung von Fernsteuerungstechnologien unterstützen und kostengünstige Wartungslösungen für die Recyclinganlagen etablieren.

Jaap Vandehoek, CEO von Umincorp: „Wir wählten Bilfinger als unseren EPC-Partner, weil sie flexibel und zuverlässig sind, hohe Qualität liefern und hohe Sicherheitsstandards haben. Sie schauen weiter als „nur“ bis zur Übergabe der Anlage, sondern beziehen auch den smarten Betrieb und die Wartung zukünftiger Anlagen direkt von Anfang an in ihre Planung mit ein.“

Das erste Projekt von Bilfinger und Umincorp wird wahrscheinlich die zweite Anlage in den Niederlanden sein, die gerade entwickelt wird. Das gemeinsame Projekt könnte der Grundstock für internationale Expansion sein, wobei Best Practices für Design, Engineering und Procurement sowie die Zusammenarbeit mit lokalen Zulieferern definiert werden. Zum Beispiel kann das Einbauen von vorgefertigten Modulen anstelle  von einzelnen Maschinen  den Bau der Recyclinganlagen beschleunigen.

Bilfinger hat Umincorp von dem partnerschaftlichen Ansatz überzeugt: Bilfinger wird gemeinsam mit Umincorp arbeiten, um die Einhaltung von Budget, Terminen und der gewünschten Recycling-Qualität durch korrekten Einsatz der MDS-Technologie sicherzustellen. Um dies zu erreichen, wird Bilfinger das Potential von Equipmentanbietern und lokalen Partnern ausschöpfen. Die EPC-Partnerschaft wird es Umincorp erlauben, sich auf die Projektinitialisierung, F&E und den Betrieb zu konzentrieren. Auf dem Standardisierungsansatz aufsetzend wird Bilfinger durchgehend an der CAPEX- und OPEX-Verbesserung der Anlagen arbeiten.

Umincorp wurde 2012 gegründet und hat die MDS-Technologie auf Industriereife gebracht, was sie in ihrer laufenden MDS-Anlage in Amsterdam unter Beweis stellen. 2018 ist Ikea als Anteilseigner eingestiegen um die  MDS-Technologie weiter voranzutreiben. Um das Umincorp-Anlagenkonzept zu beschleunigen und weiter zu standardisieren, hat Balance (ein in Amsterdam ansässiges Unternehmen) Umincorp erfolgreich durch den Ausschreibungsprozess geleitet und Bilfinger als EPC-Partner für die Umsetzung mehrerer MDS-Anlagen weltweit ausgewählt. Jährlich werden rund 300 Millionen Tonnen Plastik weltweit produziert, deren Grundstoffwert mehr also 100 Billionen Dollar beträgt. Der größte Teil davon wird weniger als 15 Minuten genutzt, meist als Verpackungsmaterial. Nach der Benutzung landen ungefähr 30 % des Plastiks in Flüssen und Meeren – das entspricht einem vollen Müllwagen, jede Minute. Ca. 10 % des Plastikmülls werden verbrannt, 40 % werden in Deponien gebracht. 20 % wird für Recycling gesammelt, welches aber eher als Downcycling angesehen werden kann. Nur 5 % des recycelten Plastiks fließen tatsächlich zurück in die Wirtschaft als neuer Grundstoff, da die Rückgewinnungsrate und die Output-Qualität sehr schlecht sind. Umincorps disruptive Plastik-Recyclingtechnologie gewinnt 40 % mehr Plastik zurück und der Output hat eine solch hohe Reinheit, dass er wieder für Verpackungen genutzt werden kann.

Virtueller Industrieservice: Fernwartung mit Bilfinger

 
  • Fernzugriff auf IT-Systeme zur Anlagenüberwachung und -steuerung
  • Zuschaltung von Experten von anderen Standorten über Augmented Reality
  • Einstieg in die „virtuelle Industrieanlage“

Zum Schutz der Gesundheit ihrer Mitarbeiter und der Beschäftigten ihrer Dienstleister schränken aktuell viele Betreiber von Industrieanlagen den Zugang zu den Anlagen ein. Wenn weniger Menschen auf der Anlage unterwegs sind, ist auch das Risiko einer Ausbreitung des COVID-19-Virus geringer. Viele dieser Anlagen stellen jedoch essenzielle Produkte des alltäglichen Gebrauchs her, zum Beispiel Kraftstoffe oder Chemikalien. Um den Betrieb dieser Industrieanlagen auch mit reduziertem Personal vor Ort zu gewährleisten, bietet Bilfinger zwei Lösungen für einen „virtuellen“ Industrieservice an: Den sicheren Zugriff auf die Systeme zur Steuerung und Überwachung der Produktion von jedem internetfähigen Computer aus sowie die Zuschaltung von Experten an anderen Standorten für Wartungsaufgaben vor Ort per Augmented Reality (AR)-Brille.

„Remote Experts“ per AR-Brille zuschalten

So setzt beispielsweise die Bilfinger Maintenance GmbH AR-Brillen ein, wenn Spezialwissen für bestimmte Wartungs- oder Reparaturaufgaben gefordert ist. Anstatt den Experten auf die Reise an den anderen Standort zu schicken, kann er sich über eine Software mit einem bereits vor Ort befindlichen Kollegen verbinden. Trotz einer Entfernung von hunderten Kilometern kann der Experte über die AR-Brille des Kollegen vor Ort die Anlage in Echtzeit sehen und mit ihm gleichzeitig telefonisch besprechen. Über einen Bildschirm kann er bei Bedarf weitere Informationen zur Wartung oder Reparatur in das Sichtfeld des Kollegen einblenden, etwa technische Daten oder Herstellerhinweise. Der Kollege vor Ort hat dabei die Hände frei und kann die Reparatur oder Wartung ausführen.

In einem aktuellen Projekt in Polen konnte Bilfinger einem Mitarbeiter des Kunden auf der Anlage eine AR-Brille zur Verfügung stellen, um so virtuell Zutritt zu der Anlage zu erhalten. Ein tatsächliches Betreten der Anlage durch Bilfinger-Mitarbeiter war aufgrund der COVID-19-Pandemie kurzfristig nicht möglich.

Passgenaues Angebot auch für schwierige Einsatzbedingungen

„Mit AR-Brillen können wir Zeit sparen, Reisekosten senken und in der aktuellen Situation gesundheitliche Risiken mindern“, sagt Jörg Stieglitz, Rollout Manager Digital Solutions bei der Bilfinger Maintenance GmbH. „Je nach den individuellen Bedürfnissen der Kollegen oder Kunden stellen wir dafür die jeweils passende Hard- und Software zur Verfügung.“

Die rauen Umgebungsbedingungen in der Prozessindustrie stellen dabei besonders hohe Anforderungen an die AR-Brillen und die verwendete Software. So muss ein sicherer Einsatz gemäß den jeweils gültigen Standards gewährleistet sein, etwa in explosionsgefährdeten Bereichen einer Anlage. Und selbst bei lauten Hintergrundgeräuschen muss der Mitarbeiter vor Ort die AR-Brille noch durch Sprachsteuerung bedienen können.

Vor diesem Hintergrund hat die Bilfinger Digital Next GmbH aus den vielfältigen Angeboten am Markt die am besten für den Industrieservice geeigneten ausgewählt. Die Digitaltochter des Konzerns hat die Fernwartung per AR-Brille in den letzten Jahren für Bilfinger entwickelt und erprobt. Mit der Übergabe an die Bilfinger Maintenance GmbH erfolgt nun der praktische Einsatz der Technologie bei der Fernwartung im Instandhaltungsgeschäft. „Unser Angebot entwickeln wir auch künftig fortlaufend weiter“, so Stieglitz. „Aufgrund der aktuell deutlich angestiegenen Nachfrage prüfen wir etwa gerade Möglichkeiten, wie eine solche Zuschaltung eines Experten aus der Ferne auch mit Standardsoftware und -geräten, wie Kameras oder Smartphones, funktionieren kann.“

Sicherer Fernzugriff auf IT-Systeme der Anlagen

Eine weitere Lösung für den Anlagenbetrieb mit reduziertem Personal vor Ort bietet die Bilfinger GreyLogix GmbH. Der System-Ingenieur Marvin Dunn richtet Industriekunden einen direkten, verschlüsselten Zugriff auf ihre Systeme zur Steuerung und Überwachung ihrer Produktionsanlagen ein. Per Virtual Private Network (VPN)-Verbindung können die Kunden sich in die Anlagensysteme einloggen, als ob sie selbst vor Ort wären. „Im Prinzip ist das wie eine Art virtuelle Verlängerung des Kabels, mit dem der Rechner mit den IT-Systemen der Anlagen verbunden ist“, erklärt Marvin Dunn. „Der Rechner kann dann so auf die Systeme zugreifen, als ob er tatsächlich mit einem physischen Kabel mit ihnen verbunden wäre.“

Das Team von Bilfinger GreyLogix richtet diesen Zugriff für die Kunden ein und führt fortlaufend die erforderlichen Sicherheitsupdates durch. „Dabei hilft uns die Erfahrung im Industrieservice sehr: Wir kennen die Anlagen, Systeme und Anforderungen unserer Kunden oft bereits seit vielen Jahren“, so Marvin Dunn.

Einstieg in die „virtuelle Anlage“

Vor wenigen Wochen kam etwa ein bestehender Kunde der Bilfinger GreyLogix in Hamburg auf Marvin Dunn zu und ließ einen Fernzugriff auf die Systeme einrichten: „So spart unser Kunde nicht nur Zeit, Aufwand und Kosten, sondern schützt auch die Gesundheit der Mitarbeiter. Kein Kollege muss nun mehr eigens ins Werk geschickt werden, um Zugriff auf die Produktionssysteme zu erhalten.“

Neben dem bequemen, ortsunabhängigen Zugriff auf die Steuerungssysteme der Anlage bietet Bilfinger GreyLogix weitere Lösungen für eine virtuelle Anlage an. Auf Wunsch übernehmen die Kollegen auch die regelmäßige Überprüfung der Anlagendaten und informieren den Kunden, sollten Unregelmäßigkeiten auftreten. Ebenso kann die Bilfinger-Tochter mit Standorten in Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande und Russland die Aufzeichnung und Speicherung der Daten sicherstellen und die IT-Infrastruktur der Industrieanlagen modernisieren und warten. Schritt für Schritt lässt sich so die Anlage „virtualisieren“.

Einsatz neuer Technologien beschleunigt

Jörg Stieglitz und Marvin Dunn sind sich einig: „Der Einsatz von Technologien wie den AR-Brillen oder dem Fernzugriff auf die Steuerungssysteme der Anlagen ist die Zukunft – aber bei Bilfinger längst keine Zukunftsmusik mehr. Die Technologien sind ausgereift und erfolgreiche Projekte damit belegen bereits ihren Nutzen. Die deutliche Nachfragesteigerung aufgrund der aktuellen Situation kann so für unsere Kunden zum ersten Schritt für den Einstieg in die virtuelle Industrieanlage werden.“

Zur Meldung von Bilfinger SE »